Der Fehler liegt zumeist darin, das Buch als Endprodukt zu betrachten. Das ist es nicht mehr. Denn mit Büchern alleine verdient man nichts – oder nur so wenig, dass es vernachlässigbar ist. Wer heute ein Buch schreibt mit der Erwartung, davon direkt leben zu können, kalkuliert falsch.
In diesem Sinn ist das Buch als Produkt ökonomisch tot.
Seine eigentliche Funktion liegt außerhalb des Buches selbst. Ein Buch erzeugt Vertrauen, Autorität, eine klare Positionierung, aber keinen signifikanten Umsatz.
Wenn ein Buch Leser:innen zu Coachings, Kursen, Vorträgen, Beratungen oder anderen Angeboten führt, dann liegt der ökonomische Wert nicht im Buch, sondern im Backend.
Gerade weil das Buch selbst kaum Geld generiert, erfüllt es eine infrastrukturelle Rolle. Vor allem ersetzt es unzählige Erklärungen. Das Buch arbeitet dauerhaft, ohne Interaktion, ohne Verkaufsgespräch. Doch als direktes Geschäftsmodell ist das Buch erledigt.
Als Infrastruktur für andere Geschäftsmodelle ist es extrem wirksam.