Pure Lebensfreude durch intrinsische Motivation.

Einleitung

Es ist eine schöne Sache sich keinen Stress zu machen und das Leben zu genießen. Einen Sinn des Lebens zu haben, nur weil andere den auch haben, ist nicht der Sinn eines Sinn des Lebens. Ebenso gilt dies für weitere Ideologien, wie eine Erfüllung oder Erleuchtung. Die Glückseligkeit an diesen Ideologien aufzuhängen und sein ganzes Leben danach zu suchen, es zu finden, um dann schlussendlich glücklich zu sein, macht keinen Sinn

Ziele

Doch das Leben zu genießen, bedeutet nicht, es sinnlos zu verbringen. Ein Segler, der das Segeln liebt, setzt sich ein Ziel. Auch Bergsteiger, Läufer und sogar Autoren, setzen sich Ziele. Ziele geben die Richtung vor, geben dem Tun einen Sinn. Denn wenn es keinen Sinn gibt, was treibt mich an, klettern oder segeln zu gehen, oder ein Buch zu schreiben?

Wenn mir alles gleich viel Freude macht, werde ich nirgendwo wirklich gut werden. Ich werde immer nur an der Oberfläche kratzen, werde niemals das volle Ausmaß meiner Kapazität und der Möglichkeit der Tätigkeit erfahren können. Dadurch beschränke ich mein eigenes Leben.

Mache niemals etwas aus Angst, Schuldgefühlen, oder Scham…

Oder kein Ziel?

Wenn es kein Ziel gibt, und damit keinen Sinn, außer die unmittelbare Befriedigung eines Bedürfnisses, dann ist die Freude an diesen Dingen nur von kurzer Dauer. Denn dann ist es gleichgültig, wie lange ich lange ich etwas tue, und wie viel ich davon tue. Wenn das Leben keinen individuellen Sinn hat, dann ist es egal, wie lang ich lebe. Dies hat nichts mit buddhistischer Weisheit oder stoischer Ruhe zu tun. Dies ist eine Formel für langfristige Unzufriedenheit. Die Dinge, die man macht, werden dadurch nur zu einer kurzfristigen Ablenkung des Lebens.

Es ist eine Sache, sich kein Ziel setzen zu wollen.
Es ist eine andere, sich kein Ziel zu setzen,
weil man Angst hat, es nicht zu erreichen.

Inneres Feuer

Es geht nicht um die Erreichung des Zieles. Es geht um das innere Feuer, das bei der Arbeit an einem Ziel entsteht. Das ist pure Lebensfreude. Das ist ein Feuer, das dich motiviert, früher aufzustehen, schneller die Arbeit abzuschließen, dein Bestes zu geben. 

Fazit

Klar kann man sein Bestes geben, weil es von jemandem gefordert wird. Sich selbst zu fordern ist jedoch eine wesentlich bessere Motivation. Natürlich könntest du auch überleben, wenn du dir kein Ziel setzen würdest. Doch wenn du nur überleben wolltest, dann würdest du wohl kaum diesen Beitrag lesen…

The master in the art of living makes little distinction between his work and his play, his labor and his leisure, his mind and his body, his information and his recreation, his love and his religion. He hardly knows which is which. He simply pursues his vision of excellence at whatever he does, leaving others to decide whether he is working or playing. To him he is always doing both.

James Michener